Bottrop. Ihr Pflegedienst entdeckte am Samstag eine 91 Jahre alte Frau gerade noch rechtzeitig in ihrer Wohnung. Sie hatte eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten

Eine 91 Jahre alte Frau aus Bottrop hat sich am Samstagmittag in ihrer Wohnung auf der Neustraße eine Kohlenmonoxidvergiftung zugezogen. Der Pflegedienst entdeckte die Frau und alarmierte aufgrund des schlechten Zustandes der Patientin zunächst den Rettungsdienst der Feuerwehr.

Als der Rettungssanitäter die Wohnung betraten, lösten umgehend die mitgeführten CO-Warngeräte aus. Daraufhin wurden die anwesenden Personen sofort ins Freie gebracht. Zusätzlich wurde der Löschzug der Feuerwehr Bottrop nachalarmiert. Die Patientin wurde ins Krankenhaus transportiert. Zwei weitere Personen, die sich in der Wohnung aufgehalten hatten, blieben unverletzt.

Der Trupp des Löschzuges ging mit Sauerstoffgeräten in das Gebäude. Die Feuerwehrmänner konnte einen defekten Kohleofen als Ursache für den Kohlenmonoxidaustritt ausmachen. An dem Ofen hatte sich wohl das Abgasrohr gelöst, wie die Feuerwehr mitteilt. Er wurde ausgeräumt und die Wohnung gelüftet. Die Feuerwehr alarmierte den Bezirksschornsteinfegermeister, der den Ofen und den Kamin kontrollierte. Nach Abschluss dieser Maßnahmen konnte schon innerhalb kürzester Zeit kein Kohlenmonoxid mehr in der Wohnung nachgewiesen werden. Die Wohnung befindet sich in einem älteren Gebäude, das noch mit Kohleöfen beheizt wird.

Erst im vergangenen Oktober waren eine 54-jährige Frau und ein 49-jähriger Mann in ihrem Einfamilienhaus auf der Gustav-Freytag-Straße im Fuhlenbrock an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Nachbarn hatten sich Sorgen gemacht, weil sie das Paar längere Zeit nicht mehr gesehen hatten und die Polizei alarmiert. Für das Paar kam damals jede Hilfe zu spät.

Bericht zu Einsatz #11 | Copyright: Derwesten.de 07.02.2016 | 11:26 Uhr