Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20

Florian Bottrop 11-HLF 20-01

 
 
 Daten
 
Fahrzeugart: HLF 20 (ehemals LF 16/12)
OPTA-Funkrufname: Florian Bottrop 11-HLF 20-01
alter Funkrufname: Florian Bottrop 11-44-01
Kennzeichen: BOT-237
Fahrgestell: Mercedes-Benz 1224 AF
Aufbau: Ziegler
Baujahr: 1996
im LZelf seit: 2000
Maße (B/L/H): 2,5 m / 8,25 m / 3,2 m
Gewicht (zGG): 13,5 t
Motor: Reihensechszylinder mit 177 kW / 240 PS
Besatzung: 1/8
Sondersignalanlage: 2 Doppelblitz-Kennleuchten (vorn), 1 Kennleuchte am Heck
Verkehrswarnanlage: -
Pumpenleistung: 1600 l/min (bei 8 bar)
Tankinhalt (Wasser): 1600 l
Schaummittelvorrat: 120 l (in Kanistern)
Schlauchvorrat: 215 m B-Schlauch, 135 m C-Schlauch
Feuerwehrtechnische Ausstattung und Beladung:

3-teilige Schiebleiter, 4-teilige Steckleiter, Sprungpolster, Schnellangriff, Schlauchpaket, Sicherheitstrupp-Paket, Hooligan-Tool, mobiler Rauchverschluss, Überdrucklüfter, hydraulischer Hilfeleistungssatz mit Spreizer, Schere und Rettungszylindern, pneumatischer Hebesatz, Stromerzeuger, Lichtmast, Absturzsicherungsset, Kettensäge, Trennschleifer, Schlauchhaspel am Heck, Schleuderketten

 

 
Beschreibung
 

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 ist ein vielseitig einsetzbares Fahrzeug vornehmlich für die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung mit einer umfangreichen Beladung.

Es ist ausgerüstet mit einer leistungsstarken Fahrzeugpumpe, die 1600 Liter Wasser pro Minute bei einem Ausgangsdruck von 8 bar fördern kann. Zur schnellen Wasserabgabe steht ein Schnellaufgriff auf einer Haspel mit formstabilem Schlauch zur Verfügung. Der Löschwassertank hat einen Inhalt von 1600 l. Bis vor einem Umbau im Jahr 2015 verfügte die Pumpe zusätzlich über einen Hochdruckteil, mit dem es möglich war, bei einem Wasserdruck von bis zu 40 bar 300 l/min über einen speziellen Schnellangriff abzugeben. Schon vor dem Umbau wurde dieses Hochdrucksystem kaum noch verwendet.

Speziell für den Erstangriff bei Wohnungsbränden zur Menschenrettung und Brandbekämpfung verfügt das Fahrzeug über eine erweiterte Ausrüstung. So ist auf dem Fahrzeug ein Sprungpolster mit einer Rettungshöhe von 16 m (SP 16) zur Rettung von eingeschlossenen Personen auch in höheren Geschossen verlastet. Außerdem wird ein sogenannter Rauchvorhang mitgeführt, der in die Tür zur Brandwohnung eingesetzt werden kann, um einen Rauchaustritt z. B. in den Treppenraum zu verhindern.

Aufgrund der umfangreichen Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung vor allem zur patientenorientierten Rettung nach Verkehrsunfällen wird das Fahrzeug seit einiger Zeit als HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) 20 bezeichnet. Dazu ist als Kernstück ein großer hydraulischer Rettungssatz mit Spreizer, Schere und 3 Rettungszylindern vorhanden. Gebaut wurde das Fahrzeug als Typ LF 16/12.

Zur Ausleuchtung von Einsatzstellen bei Dunkelheit befindet sich auf dem Dach des Fahrzeuges ein bis auf 5 m ausfahrbarer Lichtmast mit einer Leistung von 2 x 1000 Watt. Am Heck ist eine Schlauchhaspel aufgeprotzt, mit der in kurzer Zeit und wenig Personal 8 B-Schläuche verlegt werden können.

Im Löschzug 11 ist das HLF 20 trotzt seines Alters erstausrückendes Fahrzeug bei allen Brandeinsätzen oder technischen Hilfeleistungen.